Online-Seminar Fische

(Elektro)-Betäubung von Fischen

Zur Erzeugung von Lebensmitteln müssen Fische geschlachtet werden. Die damit verbundenen Arbeitsschritte sind zwangsläufig mit Belastungen oder Beeinträchtigungen für die Fische verbunden, diese Belastungen sind jedoch aus ethischen und rechtlichen Gründen möglichst gering zu halten. So ist festgelegt, dass Tiere (und damit auch Fische) "bei der Tötung und damit zusammenhängenden Tätigkeiten .. von jedem vermeidbaren Schmerz, Stress und Leiden verschont" werden (EG1099/2009, Art. 3(1) und "wer einen Fisch schlachtet ... muss diesen unmittelbar vor dem Schlachten oder Töten ... betäuben" (TierSchlV § 12,10). 

Im Seminar werden mit der Schlachtung verbundene Arbeitsschritte hinsichtlich möglicher Belastungen für die Fische, sowie laut TierSchlV zulässige Betäubungsverfahren hinsichtlich einer schonenden Durchführung, der Evaluierung des Betäubungserfolgs, und eventuell noch notwendiger Nachbetäubungen vorgestellt. Außerdem sollen Hinweise auf für den Prozess kritische Punkte gegeben werden, die als Hilfestellung für Betriebsleiter zur sinnvollen Gestaltung der Arbeitsabläufe in ihrem Fischhaltungsbetrieb dienen können

REFERENT: D. STEINHAGEN, HANNOVER

Herr Apl. Prof. Dieter Steinhagen hat nach dem Studium der Biologie und Chemie in dem zu der Zeit neu gegründeten Fachgebiet Fischkrankheiten und Fischhaltung der Tierärztlichen Hochschule Hannover über Parasiten bei Karpfen gearbeitet und wurde 1985 mit einer Arbeit über Blutparasiten bei Karpfen promoviert. Nach verschiedenen Auslandsaufenthalten in Toronto, Kanada, Budweis, Tschechische Republik, Wageningen, Niederlande und Heredia, Costa Rica habilitierte er sich mit einer Arbeit über die Biologie und Pathologie von im Darm von Karpfen parasitierenden Kokzidien an der Tierärztlichen Hochschule Hannover, an der er anschließend zum apl. Professor und im Jahr 2005 zum Abteilungsleiter der Abteilung Fischkrankheiten und Fischhaltung ernannt wurde.

In seiner Arbeit beschäftigt er sich mit der Entwicklung von tierärztlichen Betreuungskonzepten für Fischbestände in Aquakulturen, untersucht angeborene Immunreaktionen von Fischen auf bakterielle und virale Infektionserreger und hierbei insbesondere die Rolle der Schleimschicht von Haut und Darm als Infektionsbarriere bei Fischen. Untersuchungen zum Tierschutz bei Fischen, insbesondere die Evaluierung von Betäubungsverfahren bei Fischen bilden einen weitere Schwerpunkt seiner Arbeit.

 

Foto: © D. Steinhagen

Teilnahmegebühr: 40,00 €

ATF-Stunden: 2

Das Zertifikat wird Ihnen nach erfolgreichem Abschluss des Multiple-Choice-Tests zugesendet.

Den MC-Test finden Sie im Bedienfeld der Aufzeichnung. Senden Sie den Antwortbogen bitte ausgefüllt an fortbildung@bltk.de . Nach Prüfung erhalten Sie Ihre Teilnahmebescheinigung per Mail zugesendet.

Anmeldung zur Aufzeichnung vom 08.06.2021:

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