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< Neue GOT tritt am 22.11.2022 in Kraft
23.11.2022 08:06 Kategorie: Aktuelle Mitteilungen, Startseite NEU, Presse, Tierarzneimittel

Tierärzt:innen appellieren: Stoppen Sie den ideologischen Wahnsinn der Ampelkoalition bei der Änderung des TAMG

Pressemitteilung vom 23. November 2022 (als PDF zum Download)

 

Appell der Bayerischen Landestierärztekammer und des Landesverbandes praktizierender Tierärzte an die bayerischen Vertreter im Bundesrat und alle bayerischen Mitglieder des Bundestages:

 

Stoppen Sie den ideologischen Wahnsinn der Ampelkoalition bei der Änderung des Tierarzneimittelgesetzes

Der Entwurf des Änderungsgesetzes zum Tierarzneimittelgesetz wurde am 22.11.2022 mit den Stimmen der Ampelkoalition im Agrarausschuss angenommen.

 

Der Gesetzesentwurf sieht immense Dokumentations- und Meldepflichten für Tierärzt:innen vor, die weit über die EU-Vorgaben hinausgehen. Der von Bundesminister Cem Özdemir geplante „gelabelte und tierschutzgerechte Umbau der Tierhaltungen“ ist unseres Erachtens ein versteckter „Abbau der Nutztierhaltungen“.

 

Anstatt die Kernproblematik anzugehen, d.h. Möglichkeiten der Krankheitsursachenerkennung durch Implementierung der nach EU-Recht vorgeschriebenen, aber noch nicht national umgesetzten, Tierärztlichen Bestandsbetreuung zu fördern, wird Tierärzt:innen die dafür notwendige und wertvolle Zeit durch ein Bürokratiemonster gestohlen.

 

Beratung zu Fütterung, Optimierung der Haltungsbedingungen, bis hin zur Melkhygiene ermöglichen, dass Erkrankungen z.B. in Milchviehbetrieben frühzeitig erkannt und vermieden und damit der Tierarzneimitteleinsatz weiter erheblich reduziert werden können. Dies dient der Tiergesundheit, dem Tierschutz, dem gesundheitlichen Verbraucherschutz und der Vermeidung von Antibiotikaresistenzen.

 

Für diese präventive Tiergesundheitsstrategie, die primär der Unterstützung der landwirtschaftlichen Betriebe und damit der regionalen Lebensmittelproduktion dient, benötigen wir eine ausreichende Anzahl von Nutztierpraktiker:innen.

 

Das Änderungsgesetz ist ein Irrweg!  Junge Kolleg:innen werden von der Nutztiermedizin noch mehr abschreckt und auch  ältere und verdiente Tierärzt:innen werden schneller aus dem Arbeitsleben ausscheiden.

Siehe auch: https://www.tieraerzteverband.de/bpt/presseservice/meldungen/2022/2022_11_18_resolution-aenderungsantrag-tamg.php

 

Dr. Karl Eckart

Dr. Iris Fuchs

Dr. Paul Münsterer

Dr. Siegfried Moder