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23.12.2021 09:37 Kategorie: Aktuelle Mitteilungen, Nutztierpraxis, Startseite NEU, Tierseuchen

STMUV: Bayern geht weiteren Schritt gegen Afrikanische Schweinepest

Rahmenplan neu aufgelegt / Inzwischen 1.600 Meter Zaunmaterial vorrätig

StMUV: Pressemitteilung vom 22.12.2021 (Nr. 204/21)
https://www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung.htm?PMNr=204/21

 

Aufgrund der aktuellen Seuchenlage bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland intensiviert Bayern weiter die umfangreichen Präventionsmaßnahmen. Dafür wurde der bayerische Rahmenplan ASP neu aufgelegt. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: "Wir tun alles, um Bayern bestmöglich vor der Afrikanischen Schweinepest zu schützen. Durch die Neuauflage des Rahmenplans sind die Behörden vor Ort für den Ernstfall gut gerüstet. Der Rahmenplan stellt ein bayernweit koordiniertes, schnelles und zielgerichtetes Vorgehen im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest sicher. Wir setzen auf eine enge Zusammenarbeit von allen Beteiligten." Der Bayerische Rahmenplan ASP wurde vollständig an die seit 2021 geltende neue EU-Rechtslage angepasst und inhaltlich umfassend erweitert. Er bündelt alle notwendigen Informationen und schafft für die bayerischen Schweinehalter und Wirtschaftsbeteiligten verlässliche Leitlinien. Ziel ist es, die wirtschaftlichen Folgen für die bayerische Schweinewirtschaft im Falle eines ASP-Ausbruchs so gering wie möglich zu halten.

 

Bayern hat bereits vielfältige Vorsorgemaßnahmen gegen die ASP ergriffen. Um im Falle eines ASP-Ausbruchs schnell und zielgerichtet handeln zu können, werden verschiedene Gerätschaften und Material für eine erfolgreiche Seuchenbekämpfung in Bayern zentral vorgehalten. Inzwischen sind dazu rund 1.600 Kilometer Zaunbaumaterial eingelagert sowie insbesondere Schutzausrüstungen, Probenahme-Sets, Drohnensysteme mit modernster Wärmebildtechnik, Wildkameras, mobile Wildkammern, mobile Einrichtungen für die Sammlung von Schwarzwildkadavern, mobile Desinfektionsschleusen sowie jagdliche Schutzausrüstung. Um eine schnelle und effektive Fallwildsuche im Ausbruchsfall sicherzustellen wurde zudem eine ASP-Hundestaffel mit über 40 Suchhunden ausgebildet.  

 

In Deutschland wurde die ASP bisher in drei Bundesländern nachgewiesen. Der südlichste Fall befindet sich rund 150 Kilometer von der bayerischen Landesgrenze entfernt. In Bayern ist bislang kein Fall der ASP aufgetreten. Die ASP ist eine Tierseuche, die ausschließlich bei Haus- und Wildschweinen auftritt. Für den Menschen sowie andere Tierarten ist das Virus ungefährlich.

 

Der Rahmenplan und weitere Informationen zum Thema ASP sind im Internet abrufbar unter www.stmuv.bayern.de/asp.htm sowie auf der Seite des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter www.lgl.bayern.de.