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07.10.2021 00:30 Kategorie: Berufsstand, Tierärztliche Praxis, Nutztierpraxis, Aktuelle Mitteilungen, Startseite NEU

Zukunftskonzept Landtierärzte - Neuer Masterstudiengang Tiergesundheit startet

Immer mehr Veterinärmediziner geben auf: Um den Schwund zu stoppen, hatte Umweltminister Thorsten Glauber im November 2020 das "Zukunftskonzept Landtierärzte" gestartet. Es soll die flächendeckende Versorgung mit Landtierärzten in Bayern garantieren. "Für den bestmöglichen Tierschutz in der Landwirtschaft brauchen wir nicht nur engagierte Bauern und effiziente Kontrollen", sagt Glauber, "sondern eben auch eine gute Versorgung mit Landtierärzten."

 

+++07.10.2021+++

StMUV: Weiterbildungsangebot für mehr Tierschutz auf dem Land
Neuer Masterstudiengang Tiergesundheit startet

StMUV Pressemitteilung vom 07.10.2021 (Nr. 155/21)

Im Wintersemester 2021/22 startet erstmalig der neue bundesweit einzigartige Masterstudiengang Tiergesundheit an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu heute in München: "Wir wollen die tierärztliche Versorgung auf dem Land auch in Zukunft sicherstellen. Dafür arbeiten wir an einer umfassenden Zukunftsstrategie. Mit dem neuen Studiengang gehen wir einen großen Schritt vorwärts. Spezifisches Fachwissen ist ein entscheidender Baustein für mehr Tierschutz. Ich freue mich, dass das Weiterbildungsangebot so gut angenommen wird." Insgesamt 26 Tierärztinnen und Tierärzte nehmen im aktuellen Wintersemester 2021/22 an dem Studiengang teil. Das Umweltministerium hat rund 330.000 Euro für Stipendien bereitgestellt.

(...)

Der Masterstudiengang ist eine tragende Säule des "Zukunftskonzepts Landtierärzte" des Umweltministeriums. Neben dem neuen Studiengang baut die Zukunftsstrategie insbesondere auf eine Unterstützung attraktiver Praxismodelle, Verbesserungen bei der Vergütung und ein neues Spezialisten-Netzwerk. Ziel ist es, den Tierarztberuf auf dem Land insbesondere in der Nutztierpraxis insgesamt attraktiver zu gestalten, um möglichen Versorgungslücken frühzeitig entgegenzuwirken.

 

+++ 21.07.2021 +++

HSWT: Masterstudiengang Tiergesundheitsmanagement

Im Wintersemester 2021/2022 startet der Masterstudiengang Tiergesundheitsmanagement an der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf. Die Bewerbungsfrist wurde bis 08.08.2021 verlängert.

 

Neben der Finanzierung der Aufbauarbeit im neuen Studiengang, unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz die künftigen Studierenden auch in Form von Stipendien. So können die anfallenden Semestergebühren weitgehend gedeckt werden. Das Stipendienangebot gilt für die ersten beiden Studiendurchgänge (2021 und 2022). Für diese Jahrgänge können jeweils 15 Studierende für maximal vier Semester ein Stipendium erlangen. Detaillierte Informationen finden Sie in der zugehörigen Förderrichtlinie.

 

weiterlesen auf  https://www.hswt.de/studium/studiengaenge/tiergesundheit.html

 

StMUV Pressemitteilung vom 11.05.2021 (Nr. 62/21): Glauber: Mehr Tierärzte für mehr Tierschutz - 30 Stipenden für Masterstudiengang

Förderrichtlinie Masterstudiengang Tiergesundheitsmanagement (FöR-StTierGM)Bekanntmachung des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz vom 5. Juli 2021, Az. 41a-G8721-2019/26-411

 

 

+++ 01.05.2021 +++

Umfrage: Die tierärztliche Versorgungslage von Rindern und Schweinen in Bayern

Die Ludwig-Maximilians-Universität München führte vom 1. Mai 2021 bis 13. Juni 2021 im Rahmen einer vom Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) geförderten Studie eine Umfrage zur veterinärmedizinischen Versorgung von Nutztieren in Bayern durch. Die BLTK und der Landesverband Bayern im bpt unterstützten diese Umfrage.

 

Intention der Umfrage

Seit den letzten Jahren ist ein deutlicher Abwärtstrend in der Zahl der niedergelassenen NutztierpraktikerInnen zu erkennen (Bundestierärztekammer e. V. 2020). Angesichts der Altersstruktur dieser Berufsgruppe wird befürchtet, dass sich dieser Trend in den nächsten fünf bis zehn Jahren verschärfen könnte. Die damit zusammenhängende tierärztliche Versorgung der Nutztiere, vor Allem im ländlichen Raum, wird daher mit wachsender Sorge betrachtet.

 

Hierzu hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz das „Zukunftskonzept Landtierärzte“ vorgestellt. Einer der - insgesamt fünf - Punkte dieser Strategie umfasst eine groß angelegte Bedarfsanalyse zur aktuellen und zukünftigen veterinärmedizinischen Versorgungslage von Nutztieren in Bayern. Anhand der Ergebnisse sollen später Lösungsansätze entwickelt werden, um die Tiergesundheit und den Tierschutz in der Nutztierhaltung langfristig sicherzustellen (Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz 17.11.2020)

 

Zielgruppe und Inhalte

Die mit der Bedarfsanalyse beauftragte Tierärztliche Fakultät der LMU München führt hierzu eine umfassende Umfrage unter aktuell praktizierenden TierärztInnen (inkl. KollegInnen in Elternzeit), die Rinder- oder Schweinehaltungen in Bayern betreuen bzw. Rinder oder Schweine in Bayern behandeln, durch. PraxisinhaberInnen und angestellte TierärztInnen sind hierbei gleichermaßen gefragt.

 

Die Umfrage wird neben Fragen zu Praxisstruktur, Leistungsangebot, Arbeitsbedingungen und Arbeitszufriedenheit ebenso Raum für Ihre persönliche Einschätzung der aktuellen Nutztiermedizin bieten. Mit der Beantwortung des Fragebogens ermöglichen Sie eine Darstellung der aktuellen Lage aus tierärztlicher Sicht und ermöglichen darauf aufbauende Gespräche zu praktikablen Lösungsansätzen.

 

Ansprechpartner für die Umfrage

Kim Usko und Ines Casper
Tierärztinnen, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen
Studiendekanat, Tierärztliche Fakultät LMU München

Schreiben der BLTK an alle praktizierenden TierärztInnnen, die Rinder- und Schweinhaltungen in Bayern betreuen und/oder behandeln, Praxisinhaberinnen und angestellte TierärztInnnen (PDF)

 

+++ 17.11.2020 +++

StMUV Pressemitteilung vom 17.11.2020 (Nr. 123/20): Glauber: "Zukunftskonzept Landtierärzte" soll Versorgung in der Fläche sichern
https://www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung.htm?PMNr=123/20

 

5-Punkte-Plan für mehr Nutztierärzte in Bayern

Mit einem umfassenden "Zukunftskonzept Landtierärzte" unterstützt das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz die Tierärzteschaft im Freistaat dabei, eine flächendeckende Versorgung vor allem im Nutztierbereich sicherzustellen.

 

"Für bestmöglichen Tierschutz in der Nutztierhaltung brauchen wir vor allem drei Dinge: engagierte Landwirte, effiziente Kontrollstrukturen und eine gut aufgestellte tierärztliche Versorgung. Die Zukunftsstrategie Landtierärzte stellt die Weichen für eine zukunftsfeste tierärztliche Versorgung auf dem Land. Wer mehr Tierschutz in der Fläche will, muss auch für mehr Tierärzte in der Fläche sorgen. Die Zukunftsstrategie setzt auf fünf Punkte. Eine groß angelegte Bedarfsanalyse wird in einem ersten Schritt die zu erwartende Entwicklung in den kommenden Jahren aufzeigen. In der Zwischenzeit werden wir konkrete Ideen ausarbeiten. In der universitären Ausbildung soll ein neuer Masterstudiengang Tiergesundheitsmanagement die gezielte fachliche Weiterbildung ermöglichen, außerdem wird die Einführung einer Landtierarztquote geprüft. Mehr Wissen heißt mehr Tierschutz. Die Zukunftsstrategie baut zusätzlich auf eine Unterstützung attraktiver Praxismodelle, Verbesserungen bei der Vergütung und ein neues Spezialisten-Netzwerk. Ausreichend Nachwuchskräfte können nur dann gewonnen werden, wenn auch der Berufsalltag für junge Leute attraktiv ist. Wir werden die konkreten Vorschläge bei einem Runden Tisch mit allen Beteiligten diskutieren und gemeinsam entwickeln."

 

Im Einzelnen sieht das "Zukunftskonzept Landtierärzte" folgende fünf Punkte vor:

 

1: Mehr Information durch detaillierte Bedarfsanalyse

Für einen genauen Überblick über Bedarf und mögliche Versorgungslücken wurde die tierärztliche Fakultät der LMU München beauftragt, bis Herbst 2021 ein entsprechendes Forschungsprojekt und eine Bedarfsanalyse durchzuführen. Insgesamt 200.000 Euro stellt das Umweltministerium dafür zur Verfügung.

 

2: Mehr spezifisches Fachwissen durch Masterstudiengang Tiergesundheitsmanagement

Zusammen mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der tierärztlichen Fakultät der LMU München soll im Wintersemester 2021 ein bundesweit einzigartiger interdisziplinärer Weiterbildungsstudiengang "Tiergesundheitsmanagement" für Tierärzte starten. Rund 20 bis 30 Studenten sollen ihn pro Semester absolvieren. Das Umweltministerium unterstützt den Aufbau mit rund 200.000 Euro.

 

StMUV Pressemitteilung vom 11.05.2021 (Nr. 62/21): 30 Stipendien für Masterstudiengang Tiergesundheit
https://www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/pressemitteilung.htm?PMNr=62/21


 

3: Mehr Landtierarztpraxen durch attraktive Praxismodelle

Für möglichst attraktive berufliche Rahmenbedingungen soll ein flächendeckendes tierärztliches Versorgungsnetz im ländlichen Raum sorgen. Um die Attraktivität für die Ausübung des Tierarztberufes in der Fläche weiter zu erhöhen, werden außerdem Niederlassungsprämien für den ländlichen Raum geprüft. Auch innovative Praxismodelle sollen vorangebracht werden. Dazu arbeitet das Umweltministerium an einer Förderung, die nach Vorliegen der Bedarfsanalyse umgesetzt werden könnte.

 

4: Mehr Einkommen durch Honorierung tierärztlicher Leistungen

Bayern hat nicht nur die Änderung der tierärztlichen Gebührenordnung (GOT) für eine angemessenere Bezahlung der Tierärzte in Notfällen unterstützt, sondern wird sich beim Bund auch weiterhin dafür einsetzen, dass tierärztliche Leistungen angemessen bezahlt werden. Glauber: "Wer im Notfall in der Nacht ausrückt, muss davon leben können."

 

5: Mehr Tiergesundheit im Betrieb durch Spezialisten-Netzwerk

Gemeinsam mit dem Landesverband der praktizierenden Tierärzte und der Bayerischen Landestierärztekammer soll ein Spezialisten-Netzwerk auf den Weg gebracht werden, das die Tierärzte vor Ort individuell unterstützt. Für den Aufbau des Spezialisten-Netzwerks sollen Experten als Multiplikatoren eingesetzt werden und entsprechende Zusatzqualifizierungen für Tierärzte angeboten werden. Das Umweltministerium fördert Aufbau und Qualifizierung mit rund 160.000 Euro.

 

Nicht zuletzt der demographische Wandel hat zu einem deutlichen Rückgang der tierärztlichen Praxen für Nutztiere geführt: Gab es 2014 noch knapp 1.200 niedergelassene Tierärzte für die Versorgung von Nutztieren, sind es aktuell noch rund 820. Zudem gestaltet sich die Nachwuchsgewinnung in Nutztierpraxis gerade in ländlichen Regionen zunehmend schwierig.