< BTK/TVT: Tiertransporte bedeuten Stress!
12.02.2021 15:11 Kategorie: Aktuelle Mitteilungen, Tierärztliche Praxis, Arzneimittel / AMG, Startseite NEU

Eine Gefahr für Auszubildende: Ketamin - ein Narkosemittel als Partydroge!

Ketamin kommt seit über 40 Jahren in der Human- und der Tiermedizin als Narkosemittel zum Einsatz. Aufgrund seiner halluzinogenen Nebenwirkungen wird es seit einigen Jahren zunehmend als Partydroge konsumiert. Ketamin, in der Szene auch "Special K", "Vitamin K", "Kate" oder "K" genannt, lässt sich schnupfen, schlucken, rauchen oder spritzen. Quelle: www.tk.de

 

Wie Sie sicher aus Ihrem Kollegenkreis, aus der Presse und aus den sozialen Medien erfahren haben, ist Ketamin mittlerweile zu einer sehr beliebten Modedroge geworden. Dies hat natürlich auch Folgen für den Arbeitsalltag in den tierärztlichen Praxen und Kliniken, da Ketamin dort sehr häufig eingesetzt wird. Das Medikament unterliegt nicht den Betäubungsmittelvorschriften.

 

In einem aktuellen Fall ist eine Auszubildende unmittelbar betroffen. Sie entwendete größere Mengen an Ketamin aus der tierärztlichen Hausapotheke für den Eigenverbrauch. Ihrer Aussage nach kam der Impuls aus dem Freundes- und Bekanntenkreis, zu dem auch ihre Mitschülerinnen und Mitschüler aus der Berufsschule zählen.

 

Die Bayerische Landestierärztekammer möchte Sie eindringlich auf das Problem "Medikamentenmissbrauch" hinweisen, damit Sie frühzeitig handeln und anhand einer Schnellinventur feststellen können, ob Ihre tatsächlichen Bestände an Ketaminpräparaten mit den dokumentierten Beständen übereinstimmen.

 

In diesem Zusammenhang werden in sozialen Medien aktuell auch die berauschenden Nutzungspotentiale von Baytril in hohen Dosen, Luminaletten vet. und Ephedrinpräparate (Caniphedrin und Enurace) hervorgehoben. Entsprechend kommt es bei vielen Kolleginnen und Kollegen zu dubiosen Anfragen zu diesen Präparaten (z. B. Caniphedrin für die Behandlung der Harninkontinenz bei mehreren Deutschen Doggen).

Auch Berichte über Medikamentendiebstahl aus Praxen und Apotheken häufen sich.

 

Wir möchten Sie dafür sensibilisieren, den Bestand Ihrer Medikamente regelmäßig genau zu überprüfen und zu dokumentieren und Unbefugten den Zugang zu den Medikamenten zumindest in hohem Maße zu erschweren.