< Newsletter 23.07.2020: Merkblatt für Tierärzte und Tierärztinnen zur Anleitung der Praxisphase nach der Ferkelbetäubungssachkundeverordnung (FerkBetSachkV)
23.07.2020 13:26 Kategorie: Aktuelle Mitteilungen, Nutztierpraxis, Tierseuchen

Neue Leistung der Bayerischen Tierseuchenkasse; Kostenübernahme ASP-Statusuntersuchungen

Neue Leistung der Bayerischen Tierseuchenkasse; Kostenübernahme ASP-Statusuntersuchungen

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

 

Bitte beachten Sie folgende Information der der Bayerischen Tierseuchenkasse:

 

Der Landesausschuss der Bayerischen Tierseuchenkasse hat folgenden neuen Leistungsbeschluss zur Übernahme von Kosten für die Erlangung eines sog. „ASP-Status“ gefasst:
 
Zu § 6 Nr. 17.2 d) Beihilfesatzung (Untersuchungen, Tests und sonstige Maßnahmen)

Die Bayerische Tierseuchenkasse gewährt als Teil des öffentlichen Programms zur Verhütung, Bekämpfung und Tilgung der Afrikanischen Schweinepest nach der Schweinepest-Verordnung unter folgenden Voraussetzungen die unten genannte Beihilfe:

  1. Grundsätzliche Voraussetzungen zur Gewährung der Beihilfe
    Es muss sich um eine virologische Untersuchung auf das Virus der Afrikanischen Schweinepest von verendeten Schweinen, die älter als 60 Tage sind, nach § 14 f Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe b Doppelbuchstabe bb der Schweinepest-Verordnung handeln.
  2. Kostenübernahme für Tests
    Untersuchungen von Blut- und Tupferproben durch ein Untersuchungsinstitut
    gemäß Vereinbarung nach GGebV

Dieser Beschluss tritt zum 01.07.2020 in Kraft.

 

Hintergrund:

Mit Änderung der Schweinepest-Verordnung vom 31.03.2020 (BGBl. I S. 752) kann nunmehr auf die virologische Untersuchung der Schweine auf ASP vor dem Verbringen aus dem Bestand verzichtet werden, sofern der Betrieb einen sogenannten „Status“ erwirbt. Dazu ist es nach § 14 f Absatz 2 Satz 1 Nr. 2 Buchstabe b Doppelbuchstabe bb der Schweinepest-Verordnung unter anderem erforderlich, dass die Schweine aus einem Betrieb stammen, in dem mindestens die ersten beiden in jeder Kalenderwoche verendeten Schweine, die älter als 60 Tage sind, virologisch mit negativem Ergebnis auf das Virus der ASP untersucht worden sind. Soweit es sich um einen Betrieb mit gesonderten Betriebsabteilungen handelt, sind in jeder gesonderten Betriebsabteilung mindestens die ersten beiden in jeder Kalenderwoche verendeten Schweine, die älter als 60 Tage sind, zu untersuchen.
 

Die „Statusuntersuchungen“ dienen nicht nur der Erleichterung des Verbringens von Schweinen im Falle des Ausbruchs der ASP bei einem Wildschwein, sie stellen auch ein wichtiges Frühwarnsystem zur Erkennung einer möglichen Ausbreitung der ASP-Infektion dar.

Wir weisen darauf hin, dass von der BTSK nur die Kosten der Laboruntersuchung übernommen werden. Kosten, die für die Probenentnahme anfallen, sind vom Tierhalter zu tragen.
 

Die Übernahme der Kosten der Laboruntersuchung erfolgt ausschließlich direkt gegenüber dem Untersuchungsinstitut. An die Abrechnung sind satzungsgemäß (§§ 3 Abs. 3, 5 Abs. 1 Beihilfesatzung) bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Bitte fragen Sie daher ggf. im Vorfeld bei dem Untersuchungsinstitut nach, ob dieses mit der BTSK abrechnet.
 

Mehr Informationen zum Verfahren erhalten Sie auf der Homepage des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

(www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen\asp/asp_statusuntersuchung.htm)
und bei dem zuständigen Veterinäramt.